In diesem Open-Access-Buch wird Verbandserfolg neu definiert. Der bislang als erfolgsbestimmender Indikator anerkannte Organisationsgrad ist nicht hinreichend, um Verbandserfolg valide zu messen. Der Autor kann belegen, dass eine Verbandserfolgsbestimmung über Organisationsgrade nicht sachgerecht und valide ist. Denn die Coronapandemie hat nachdrücklich belegt, dass sich dieser kausale Zusammenhang realiter nicht bestätigen lässt. Betriebswirtschaftliche Berechnungsgrundlagen wie beispielsweise Gewinn- und Verlustrechnungen von Verbänden sind infolge des speziellen Organisationszwecks (Non-Profit-Organisationen) ebenfalls nicht zielführend, um Verbandserfolge zu bewerten. Viele Verbandsdienstleistungen werden satzungsbedingt ohne Verrechnung oder zu einem deutlich vergünstigten Preis an Mitglieder abgegeben. Ebenso wird bestätigt, dass die bisherigen theoretischen Erkenntnisse über Nutzungsabsicht und Mitgliederakzeptanz von sachlichen und emotionalen Motiven geprägt werden. Beide Faktoren bilden die Grundlage für eine neu entwickelte Akzeptanzformel, um Verbandserfolg messbar zu machen. Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang von Verbandserfolg, Nutzungsabsicht und Akzeptanz von Verbandsdienstleistungen durch Mitglieder. Die Fallstudie bezieht sich auf den Branchenverband DEHOGA Baden-Württemberg, der mitgliederstärkste Landesverband der Hotellerie und Gastronomie in Deutschland.
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